Zweite Studie: Klinikfundraising weiter auf Aufwärtskurs

Immer mehr Kliniken werben Spenden ein – mit Erfolg! Mehr als 60% der deutschen Kliniken sind bereits dabei. Sie werben im Schnitt eine halbe Million Euro an Spenden ein und wenden zahlreiche Fundraising-Instrumente professionell an. Der dabei erzielte ROI lässt keine Wünsche offen: Die durch Fundraising eingeworbenen Summen betragen in den befragten Kliniken durchschnittlich das 4,6-fache der Ausgaben. Somit ist Fundraising in deutschen Krankenhäusern extrem profitabel. Das ist das zentrale Ergebnis der zweiten Studie von Roland Berger und dem Deutschen Fundraising Verband zum Thema „Fundraising in Krankenhäusern“.

Bereits die erste Studie im Jahr 2012 war ein wichtiger Meilenstein und kam zu dem Ergebnis, dass Spenden einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung von Krankenhäusern leisten können. Die aktuelle Studie hat nun auf einer wesentlich breiteren quantitativen Basis ermittelt, ob und in welchem Umfang Fundraising heute in deutschen Krankenhäusern eingesetzt wird. Auch tiefergehende Fragen zum Fundraising wurden untersucht: Mit welchen Erträgen und Kosten ist zu rechnen? Welche Fundraising-Instrumente eignen sich besonders? Welche Organisations- und Personalstruktur ist für Fundraising in Krankenhäusern sinnvoll?

Die Ergebnisse könnten FundraiserInnen aus anderen Bereichen vor Neid blass werden lassen, so gut sind sie: Rund 87 Prozent der befragten Verantwortlichen aus den Krankenhäusern geben an, dass sie weiteres Fundraisingpotenzial bei sich sehen und entsprechend ausbauen wollen. Mehr als 70 Prozent der Kliniken, die bisher noch kein Fundraising betreiben, wollen dies künftig tun. Und dabei liegt der Erfolg des Fundraisings in der Hand des Klinikums: Fast alle Erfolgsfaktoren, aber auch Barrieren, die das Potenzial von Fundraising steigern oder schmälern können, sind vom Haus direkt beeinflussbar. Viele Best-Practice-Beispiele zeigen, dass Kliniken über Fundraising sowohl hohe Einnahmen als auch zahlreiche positive Nebeneffekte generieren und dies mit überschaubaren Kosten und geringem Risiko realisieren können.

Birgit Stumpf, Leiterin der Fachgruppe Gesundheitswesen des Deutschen Fundraising Verbandes, ordnet die Studienergebnisse ein: „Die Deutlichkeit der Resultate hat uns überrascht, auch wenn wir von einer grundsätzlich positiven Entwicklung ausgegangen sind. Neben der Bedeutung für den Krankenhaussektor selbst sind die Ergebnisse der Studie auch auf andere Bereiche des Gesundheitswesens übertragbar, die ebenfalls mit Patienten arbeiten wie z.B. Hospize, Pflege- oder Reha-Einrichtungen.“ 

Weitere Informationen zur Studie gibt es hier.

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