Capital Campaign "Wir bauen fürs Leben" erfolgreich beendet

Vier Jahre lang hat die „Kinderklinik Dritter Orden Passau“ Spenden gesammelt, um den Neu- und Umbau des Eltern-Baby-Familienzentrums sowie Sozialpädiatrischen Zentrums zu finanzieren. Die umfangreich angelegte Kampagne „Wir bauen fürs Leben“ hatte ein stattliches Ziel: Drei Millionen Euro mussten zusätzlich zur institutionellen Finanzierung über Spenden zusammenkommen. Wie hat die Kinderklinik das geschafft? Der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. med. Matthias Keller, antwortet auf unsere Fragen.


Herr Dr. Keller, haben Sie Ihr Spendenziel erreicht?

Die Frage kann ich eindeutig mit Ja beantworten. Wir haben die hohe Summe von 3 Millionen Euro zwar noch nicht ganz erreicht, nichtsdestotrotz sind wir vom Engagement und der Spendenbereitschaft der Menschen hier begeistert! Am 17.11.2017, dem Weltfrühgeborenentag, konnten wir unser neues Eltern-, Baby- und Familienzentrum eröffnen und damit einen Riesenerfolg feiern. Dennoch sind wir weiterhin bemüht, auch den Rest der fehlenden Spendensumme, momentan rund 255.000 € einzusammeln.


Welche Faktoren waren ausschlaggebend für den Erfolg?

Natürlich hatten wir gute Voraussetzungen: Denn als einzige Kinderklinik in Passau und in der Region sind wir unverzichtbar und auch allen bekannt. So konnten wir unser Anliegen schnell an die Öffentlichkeit bringen: In kurzer Zeit entwickelten sich Partnerschaften, es schlossen sich viele Engagierte unserem Vorhaben an und veranstalteten unterschiedliche Aktionen. Es kam zu einem wunderbaren Dominoeffekt. Doch existenziell für den Erfolg war und ist es bis heute, dass sich alle in der Klinik das Projekt zu Herzen nehmen und es unterstützen – viele also selbst zum Fundraiser und Multiplikator werden. Das gilt auch für mich als Ärztlicher Direktor. Ansonsten funktioniert es nicht.


Wie ist die Kampagne bei der Bevölkerung angekommen? Und wie haben die Menschen Sie unterstützt?

Die Reaktionen waren großartig. Ich könnte an dieser Stelle viele Beispiele von Aktionen aufzählen, die von Privatpersonen, Unternehmen oder auch unseren prominenten Botschaftern veranstaltet wurden. Es wurden Fußball- und Kickerturniere, Benefizkonzerte, Versteigerungen oder Basare organisiert, es gab Aktionswochen zum Beispiel in den VR-Banken und in einer Bäckereikette, von vielen Zahnärzten wurde Zahngold gesammelt und vieles, vieles mehr. Das alles hat gezeigt: Unsere Kinderklinik liegt sehr vielen Menschen am Herzen und mit ihren vielen Aktionen und Spenden haben sie mitgeholfen, den Umbau zu realisieren.


Gab es während der Kampagne Schwierigkeiten oder besondere Herausforderungen?

Nein, große Schwierigkeiten gab es nicht, aber wir mussten uns einigen Herausforderungen stellen. Denn aller Anfang ist schwer, auch bei uns. Als Neulinge im Fundraising war unsere erste Aufgabe, uns intern in der Klinik zu organisieren und Grundlagen zu schaffen. Das reicht von der Einrichtung einer Steuerungs- und Projektgruppe, über die Anschaffung einer Spendendatenbank bis zur Erstellung von kreativen Werbematerialien.

Und wir brauchten ein Konzept, einen konkreten Plan, damit wir wussten, mit welchen Maßnahmen wir die Menschen erreichen können. Wir wollten ja eine ziemlich stattliche Summe einsammeln und jeder wünscht sich zunächst, dass ein paar großzügige Spender kommen und fertig. Aber Wünsche alleine helfen nicht. Wir wussten, dass wir nicht nur auf Großspenden setzen können und haben uns deshalb für den Mix von großen und kleinen Spenden entschieden – und damit auf die Kraft des gemeinschaftlichen Engagements. Glücklicherweise hatten wir schon vor dem offiziellen Kampagnenstart eine stille Phase, in der wir bereits einige Zusagen von Partnern erhielten, wie den VR-Banken oder dem Zahnärztlichen Förderverein. Mit deren Unterstützung und ersten großzügigen Spenden als Basis konnten wir gut in die Kampagne starten.


Wie geht es jetzt weiter? Hat Fundraising nach der Kampagne nun einen festen Platz im Aufgabenbereich der Kinderklinik?

Die Kampagne hat schon viel Energie gebunden und wir sind schon auch erleichtert, dass wir diese große Aufgabe nun fast erledigt haben. Aber in einer Kinderklinik braucht es immer zusätzliche Mittel für Projekte, die nicht öffentlich finanziert werden. Deshalb wurde von Unternehmern, die uns während der Spendenkampagne unterstützt haben, jetzt die Stiftung Kinderlächeln gegründet, der auch ich vorstehe. Die Spendeneinnahmen werden zugunsten der Kinderklinik eingesetzt. Damit ist der Grundstein für ein dauerhaftes Fundraising der Kinderklink in Passau gelegt.


Sie überlegen ins Klinikfundraising einzusteigen? Gerne besuchen wir Sie zu einem kostenlosen Beratungsgespräch. Ihre Ansprechpartnerin: Rita Polm, polm@steinrueckeundich.de, 0221 / 56 96 56 14